
Kronen Zeitung
RIED ODER LASK?
Fürs Cup-Finale muss auch das Tor im Visier sein
14 Tage später als ursprünglich geplant steigt am Mittwoch das brisante Cup-Derby zwischen Ried und LASK um das Endspiel. Um zu siegen, müssen die Linzer aber klar an der Effizienz arbeiten. Denn zuletzt benötigte die Mannschaft von Didi Kühbauer 22,5 Torschüsse (!) für einen Treffer.
Wer nicht schießt, der kann auch nicht treffen. Dieser Satz ist beim LASK in der laufenden Saison fast schon zur Lebensweisheit geworden. Geschossen wurde bei den Linzern nämlich wie am Schießstand: viel, oft und aus jeder Lage. Alleine beim letzten 0:0 in der Liga gegen Hartberg feuerten die Schwarz-Weißen satte 28 Torschüsse ab. Chancen in Hülle in Fülle, aber das Tornetz bleibt so unbeeindruckt wie ein Türsteher um drei Uhr in der Früh. Da kommt einfach wenig rein!
Jene Torlethargie muss sich im Cup-Halbfinalderby heute gegen Ried unbedingt ändern, falls man am 1. Mai gegen Altach um den ersten Cup-Titel seit 1965 spielen will. Das wissen auch die Protagonisten. „Es wird wichtig, dass wir mental bereit sind, den Kampf anzunehmen. Dass wir einfach Feuer und Flamme am Platz sind, dann können wir das Spiel gewinnen“, sagt ÖFB-Rückkehrer Sasa Kalajdzic.
Kühlen Kopf bewahren
Trainer Didi Kühbauer merkt an: „Wichtig wird sein, physisch sehr präsent zu sein und zugleich einen kühlen Kopf zu bewahren.“ Wohl auch vor dem Gehäuse! Denn auch in den beiden Liga-Duellen gegen die Innviertler hatten die Linzer einen klaren Torschussvorteil. Beim bitteren Heim-1:3 lag das Torschussverhältnis bei 21:13. Noch deutlicher wurde es beim 1:1 vor einem Monat: 24:7! Der Ausgleich gelang erst in der 103. Minute per Elfmeter durch Usor inklusive Rudelbildung der beiden Teams.
Was einen Wert von 45:20 Torschüsse ergibt. Sprich: Der LASK benötigt im Schnitt 22,5 Torschüsse für einen Treffer. Die Innviertler jubeln indes bereits nach jedem fünften Versuch. Effizienz sieht anders aus. Doch Derbys und erst recht der Cup haben ihre eigenen Gesetze. Und da man für einen Finaleinzug mindestens einen Treffer benötigt, darf man gespannt sein, wie zielsicher die Linzer Sturmreihe im Innviertel sein wird. Der (Tor-)Nebel wird sich wohl heute lichten.
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Bild: GEPA






















